Fortschritte der „Gesund Altern“-Studie in Luxemburg: Risiken verstehen, um gemeinsam Prävention zu gestalten!

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Zwischen September 2022 und Februar 2024 haben sich über 10.000 Menschen in die Luxemburger ‚Gesund Altern‘-Studie eingeschrieben, um an der großen Online-Umfrage teilzunehmen, die zeitgleich auch an Forschungszentren in Österreich, Deutschland und Spanien durchgeführt wird. Auf Grundlage Ihrer Antworten wurden einige Teilnehmende eingeladen, einen Riechtest zu Hause durchzuführen. Ein weiterer Teil von Ihnen wurde anschließend zu einer persönlichen Untersuchung an unserer Forschungsklinik eingeladen, um mögliche Schutz- und Risikofaktoren für neurodegenerative Erkrankungen, wie z.B. die Parkinson-Krankheit zu untersuchen. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Ihnen dieses wichtige Zwischen-Ziel erreicht zu haben und im Jahr 2025 über 300 Teilnehmende an unserer Luxemburger Forschungsklinik begrüßt zu haben, welche nun einmal jährlich zu einer Folge-Untersuchung eingeladen werden.

Wir danken allen Teilnehmenden für ihre wertvolle Unterstützung der Forschung zum Thema des gesunden Alterns!

Unabhängig davon, ob Sie die ursprüngliche Online-Umfrage ausgefüllt, am Riechtest teilgenommen oder die Forschungsklinik besucht haben, hat Ihr Beitrag bereits wichtige Informationen geliefert, mithilfe derer wir zentrale wissenschaftliche Fragen angehen und neue aufwerfen können. Erste Ergebnisse finden Sie weiter unten in diesem Newsletter.

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„Die erste Online-Umfrage hat uns eine Fülle wertvoller Daten geliefert und es uns ermöglicht, 300 Teilnehmer mit unterschiedlichen Risiko-Profilen für persönliche Untersuchungen zu gewinnen“, erklärt Prof. Dr. Rejko Krüger, Leiter der „Gesund Altern“-Studie in Luxemburg. „Mit der bevorstehenden Online-Folgebefragung wollen wir basierend auf neuesten Erkenntnissen der Forschung untersuchen, ob sich Risikoprofile möglicherweise verändert haben und welche Präferenzen Teilnehmende unserer Studie hinsichtlich einer möglichen Risikokommunikation haben.“

Alle können mitmachen!

Nun freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir in Kürze eine neue Online-Befragung für alle Teilnehmer der ‚„Gesund Altern“-Studie in Luxemburg und der Großregion starten werden. Mithilfe dieser Folgebefragung haben Sie weiterhin die Möglichkeit, aktiv wertvolle Informationen für die Erforschung der Risikofaktoren für altersbedingte neurodegenerative Erkrankungen und deren Prävention beizutragen.

Warum an unserer Online-Folgebefragung teilnehmen?

Ihre weitere Teilnahme ist für den Erfolg der „Gesund Altern“-Studie von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie die nächsten Online-Fragebögen ausfüllen, helfen Sie den Forscherinnen und Forschern dabei, Veränderungen in Bezug auf Gesundheit und Lebensstil im Laufe der Zeit zu verfolgen. So können neue Risikofaktoren bzw. schützende Faktoren aufgedeckt werden, von denen einige bei Frauen und Männern unterschiedlich sein könnten, und es können bessere Strategien für eine personalisierte Prävention von neurodegenerativen Erkrankungen entwickelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der nächsten Phase ist zu erforschen, wie Menschen mögliche Informationen über ihr Risiko, neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln, erhalten möchten. Unsere „Gesund Altern“-Partner in Innsbruck haben festgestellt, dass diese Präferenzen je nach kulturellem oder sozialem Hintergrund sehr unterschiedlich sind . Angesichts der multikulturellen Bevölkerung Luxemburgs ist dies eine wichtige Frage, der wir in unserer bevorstehenden Online-Folgebefragung nachgehen möchten.

Der erste Folgefragebogen konzentriert sich genau auf diese Risikokommunikation und Ihre individuellen Präferenzen. Das Ausfüllen dauert nur etwa 15 Minuten. Zwei Monate später erhalten Sie einen zweiten Fragebogen mit aktualisierten Fragen aus der ursprünglichen Umfrage, die Sie von Ihrer ursprünglichen Teilnahme an unserer „Gesund Altern“-Studie kennen. Durch die Wiederholung dieser Fragen können wir mögliche Veränderungen in Ihrer Gesundheit und Ihrem Lebensstil nachvollziehen. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um frühe Risikoindikatoren aber auch schützende Merkmale zu erkennen und die Entwicklung und Umsetzung personalisierter Strategien für ein gesundes Altern weiter zu unterstützen. Das Ausfüllen des zweiten Fragebogens dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Teilnehmer deren Kontaktdaten, wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, sich seit der ursprünglichen Teilnahme geändert haben, sollten sich bitte unter heba@uni.lu oder +352 621 789 769 (Mo–Fr, 08:00–17:00 Uhr) an unser Team wenden. So können wir sicherstellen, dass alle Teilnehmer künftige Newsletter, oder Einladungen zu Folgebefragungen erhalten, soweit sie dessen in der Einverständniserklärung zugestimmt haben.

 

Jährliche Nachuntersuchungen für Teilnehmende in der Forschungsklinik

Die über 300 Personen, die zur Erstuntersuchung und Blutprobenentnahme in die Forschungsklinik gekommen sind, werden weiterhin zu jährlichen Nachuntersuchungen eingeladen. Bei diesen Folgeterminen wiederholen wir die Untersuchungen des ersten Besuchs und entnehmen neue Proben. Dies hilft den Forschern, Abweichungen im Laufe der Zeit zu verfolgen, frühe Anzeichen für Veränderungen der Gehirngesundheit zu erkennen und zu untersuchen, ob zuvor identifizierte Risikofaktoren eine Rolle spielen könnten. Zu der Gruppe der jährlich an der Forschungsklinik untersuchten Teilnehmenden gehören auch 100 Personen, die ein besonders geringes Risiko zu haben scheinen, eine neurodegenerative Erkrankung zu entwickeln. Die Untersuchung dieser Gruppe ist entscheidend, um potenzielle präventive Faktoren für diese Erkrankungen zu entwickeln.

Einige Teilnehmende sind bereits zum dritten Mal zur jährlichen Nachuntersuchung gekommen, und wir danken allen für die Zeit und Mühe, die sie weiterhin in unsere Studie investieren!

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Teilnehmerbericht

„Jedes Mal, wenn ich zur Forschungsklinik komme, ist das klinische Team sehr freundlich und kompetent. Zu wissen, dass meine Besuche zu Forschungen beitragen, die neurodegenerativen Erkrankungen vorbeugen könnten, macht meine Erfahrung umso bedeutungsvoller.“

– Frau S., „Gesund Altern“-Teilnehmerin, nach ihrem dritten Folgetermin.

Unser erfahrenes klinisches Team sorgt dafür, dass Ihre Besuche in der Forschungsklinik so reibungslos und angenehm wie möglich verlaufen, und steht Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung.

Erste Ergebnisse, die anhand von Ihrer Teilnahme, möglich geworden sind

Wie Sie sehen können, läuft die „Gesund Altern“-Studie weiterhin auf Hochtouren. In folgenden Abschnitten teilen wir mit Ihnen Informationen zu den einzelnen Schritten der Studie bis zum aktuellen Zeitpunkt sowie einige vorläufige Ergebnisse. Regelmäßig werden wir diese Informationen aktualisieren und alle zustimmenden Teilnehmer per E-Mail über Neuigkeiten informieren.

Schritt 1: Die Online-Umfrage

Der erste Schritt bestand aus einer 20- bis 30-minütigen Online-Umfrage, die zwischen September 2022 und Februar 2024 durchgeführt wurde. Mehr als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner aus Luxemburg und der Großregion im Alter zwischen 50 und 80 Jahren nahmen an der Studie teil, was zu 8.966 vollständig ausgefüllten Fragebögen führte (darunter 50% Frauen und 50% Männer). Die Fragebögen wurden in vier Sprachen ausgefüllt: Deutsch (45%), Französisch (32 %), Englisch (22%) und Portugiesisch (1%).

The distribution of sex at birth
The distribution of languages chosen by participants for filling in the online survey
The age distribution of participants

Schritt 2: Der Riechtest

Auf Grundlage der Antworten im Online-Fragebogen lud unser Studienteam eine Untergruppe der Teilnehmenden zu einem Riechtest zu Hause ein. Die Einladung zu diesem Test erlaubt keinen Rückschluss, ob diese Teilnehmenden ein erhöhtes Risiko haben, eine neurodegenerative Erkrankung zu entwickeln. Unser Studienteam lud nämlich sowohl Menschen mit einem niedrigen als auch mit einem erhöhten Risiko ein. Insgesamt gingen beim Team über 1.700 Riechtestergebnisse ein, wofür wir uns ganz herzlich bedanken.

Ein interessantes vorläufiges Ergebnis ist die persönliche Wahrnehmung des eigenen Geruchssinns. Die untenstehenden Grafiken zeigen, dass die Selbsteinschätzung der Riechfähigkeit („Mein Geruchssinn ist normal“ bzw. „Mein Geruchssinn ist beeinträchtigt“) nicht immer mit den Ergebnissen der Messungen übereinstimmt. Personen, die ihren Geruchssinn als normal einschätzen, können dennoch eine messbare Einschränkung aufweisen. Umgekehrt zeigen nicht alle Personen, die von einer Einschränkung ihres Geruchssinns berichten, eine messbare Riechstörung. Darüber hinaus ist zu beachten, dass ein altersbedingter Rückgang des Geruchssinns normal sein kann und dies keineswegs ein Hinweis auf eine zugrundeliegende Erkrankung ist. Es gibt auch viele andere Erklärungen, wie zum Beispiel eine kürzlich überstandene Erkältung oder ein Kopf-Trauma, die zu einer Einschränkung des Geruchssinns führen können.

Insgesamt bedeutet dies, dass mehr als ein Drittel der Teilnehmenden ihren Geruchssinn anders wahrnahmen, als es die Ergebnisse des Riechtests vermuten ließen. Personen, die sich Sorgen um ihren Geruchssinn machen, sollten ihren Hausarzt konsultieren.

The age distribution of participants

Schritt 3: Untersuchung in der Forschungsklinik

Auf Grundlage der Ergebnisse der Riechtests wurden anschließend über 300 Teilnehmende zu einer ausführlichen klinischen Untersuchung und zur Abgabe von Blutproben in die Luxemburger Forschungsklinik eingeladen. Diese Untersuchung umfasste die folgenden Schritte:

  • Ein Gespräch mit einer Studienärztin oder einem Studienarzt
  • Eine medizinische Untersuchung
  • Ein zusätzlicher Riechtest durch unser Team
  • Eine neuropsychologische Untersuchung
  • Das Ausfüllen von verschiedenen Fragebögen (z.B. subjektive Erfahrungen des alltäglichen Lebens sowie ein Fragebogen über das psychologische Wohlbefinden)
  • Eine Entnahme einer Blutprobe (z. B. zur genetischen Analyse oder zur Untersuchung von Biomarkern)

Anhand dieser Proben und Informationen können Forscher besser verstehen, wie sich das Gehirn im Alter verändert und welche Faktoren das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen erhöhen oder verringern. Die Kombination aus medizinischen Daten, neuropsychologischen Tests und biologischen Proben – einschließlich genetischer Analysen – ermöglicht es, bekannte Risiko- und Schutzfaktoren genauer zu untersuchen und Personen verschiedenen Risikogruppen zuzuordnen.

Auf dieser Grundlage können frühzeitige Veränderungen erkannt und Gruppen für zukünftige präventive oder interventionelle Studien gezielt zusammengestellt werden.

Schritt 4: Jährliche Nachuntersuchungen

Teilnehmende, die zu Untersuchungen in die Forschungsklinik eingeladen wurden, werden jährlich erneut eingeladen, um mögliche Lebensstil oder gesundheitliche Veränderungen verfolgen zu können. Im Jahr 2026 werden auch alle Teilnehmenden, die die erste Online-Umfrage ausgefüllt haben, aber nicht zu einem persönlichen Besuch eingeladen wurden, zu einer zweiteiligen Online-Folgebefragung eingeladen.

  • Teil 1, der im Juli 2026 verschickt wird, umfasst Fragebögen, mit denen die Präferenzen der Teilnehmenden hinsichtlich der Risikokommunikation ermittelt werden.
  • Teil 2, der etwa zwei Monate später folgen wird, dient der Bewertung von Veränderungen, die seit der ursprünglichen Online-Umfrage eingetreten sind.

Effektive Prävention ist heute schon in Luxemburg möglich

Angesichts der zunehmenden Zahl von Forschungsergebnissen suchen wir kontinuierlich nach neuen Wegen, wie alle Teilnehmenden der „Gesund Altern“-Studie – ob in der Forschungsklinik oder online – durch Früherkennung und personalisierte Prävention von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Demenz zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beitragen können.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, wie viel wir selbst zur Erhaltung der Gesundheit unseres Gehirns beitragen können. Eine rezente Arbeit von Livingston et al. (2024) weist darauf hin, dass bis zu 45 % aller Demenzfälle verzögert oder verhindert werden könnten, wenn veränderbare Risikofaktoren wie zum Beispiel Hörverlust, Bluthochdruck, soziale Isolation oder mangelnde körperliche Aktivität, frühzeitig adressiert werden.

Auch in Luxemburg gibt es wichtige Initiativen in diesem Bereich. Das Programm Demenz Prävention unterstützt Menschen dabei, ihr persönliches Risiko besser zu verstehen und aktiv zu reduzieren. Zusätzlich bietet die Braincoach‑App den luxemburgischen Einwohnern einfache, alltagstaugliche Tipps und Informationen rund um die Gehirngesundheit. Weitere Informationen und Unterstützung der Gehirn Gesundheit bietet auch die neue GetBrainHealthy Initiative der Universität Luxemburg.

Die „Gesund Altern“-Studie - eine europaweite Zusammenarbeit mit weltweiter Anerkennung

Unsere „Gesund Altern“-Studie in Luxemburg ist Teil einer internationalen Initiative. In deren Rahmen arbeiten Wissenschaftler aus Luxemburg, Deutschland, Österreich und Spanien zusammen, um die Risikofaktoren für neurodegenerative Erkrankungen in Europa zu erforschen.

Sind Sie neugierig, wie es an den anderen Standorten vorangeht?

Katalonien, Spanien: Die Rekrutierungskampagne begann im Juni 2022 und fast 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 50 bis 80 Jahren haben den Online-Fragebogen vollständig ausgefüllt. Die Forscher haben bereits rund 2.600 Teilnehmende zu einem Riechtest und 300 zu persönlichen Untersuchungen eingeladen.

Tirol, Österreich: Die Kampagne begann im April 2022, fast 3.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 50 bis 80 Jahren haben den Online-Fragebogen vollständig ausgefüllt. Rund 1.600 Teilnehmende wurden zum Riechtest und rund 300 zu persönlichen Untersuchungen eingeladen.

Kassel, Deutschland: Die Kampagne begann im Januar 2022, fast 8.800 Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 50 bis 80 Jahren haben den Online-Fragebogen vollständig ausgefüllt. Die Forscher haben 2.700 Riechtests erhalten und 310 zur persönlichen Beurteilung eingeladen. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Kohorte in Kassel wurde in der Fachzeitschrift npj Parkinson’s Disease veröffentlicht und eine ähnliche Publikation aller „Gesund Altern“-Partner wird in Kürze folgen.

Ein weiteres Highlight des Jahres 2025 ist der Anschluss der Queen Mary University of London (QMUL) an die „Gesund Altern“-Initiative. Die QMUL verfügt über eine ähnliche Kohorte mit rund 12.000 Personen, die online befragt wurden. 4000 von ihnen haben einen Geruchstest durchgeführt und viele haben über  ein innovatives System von zu Hause aus eine kleine Menge Blut gespendet. Durch diese Erweiterung des „Gesund Altern“ Programmes können noch relevantere und wissenschaftlich fundiertere Ergebnisse zu den frühen Stadien und Risikofaktoren für Neurodegeneration erzielt werden.

Neben der Einbindung der QMUL gewinnt die „Gesund Altern“-Initiative durch laufende Gespräche über die Aufnahme weiterer Zentren in Europa weiter an internationaler Bedeutung. Dies ist unter anderem den kontinuierlichen Bemühungen des Forschungsteams zu verdanken, das Programm auf internationalen Konferenzen vorzustellen. Beispielsweise war das Team auf der Alzheimer- und Parkinson-Konferenz in Wien im April 2025 oder der Konferenz der Movement Disorder Society in Philadelphia im Oktober 2024 vertreten.

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Zusammenarbeit mit der Michael J Fox Stiftung (New York)

Der Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen ist ein globales Anliegen. Daher ist unsere europäische „Gesund Altern“-Studie in eine weltweite Initiative der Michael J. Fox Foundation eingebettet. Das Ziel besteht darin, die Risiken für Neurodegeneration zu verstehen, Präventionsstrategien zu definieren und bessere Behandlungsmethoden zu entwickeln. Wir sind besonders stolz darauf, dass das Engagement Luxemburgs in der Parkinson-Forschung auf globaler Ebene Anerkennung findet.

Unser National Centre of Excellence in Research on Parkinson’s disease (NCER-PD), eine gemeinsame Initiative des Luxembourg Institute of Health (LIH), des Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL), Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg, des Laboratoire National de Santé (LNS), des Hôpitaux Robert Schuman (HRS) und des Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM), ), ist eine von 51 klinischen Einrichtungen weltweit, die an der Parkinson’s Progression Markers Initiative (PPMI) teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine bahnbrechende klinische Beobachtungsstudie, die von der Stiftung gefördert wird.

Dank dieser Partnerschaft können wir Parkinson-Biomarker in der Bevölkerung Luxemburgs und der Großregion untersuchen und Personen mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung dieser Krankheit weiterverfolgen. Dazu zählen beispielsweise Personen mit Geruchsverlust oder mit einer REM-Schlafverhaltensstörung (RBD). Die Studie umfasst eingehende klinische Untersuchungen, Gehirnscans und die Entnahme von Proben.

Daher freuen wir uns mitzuteilen, dass sich verschiedene Teilnehmende der „Gesund Altern“-Studie in Luxemburg nun auch für die PPMI-Studie qualifizieren können. In diesem Zusammenhang ist es möglich, dass unser Team Sie in nächster Zeit kontaktiert, um Sie zu fragen, ob Sie an dieser bahnbrechenden Initiative interessiert sind. Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme freuen!

Globale Zusammenarbeit

PPMI ist ein weltweit angelegtes Projekt, das Forscher, Kliniker und von Parkinson betroffene Personen zusammenbringt, um die Krankheit besser zu verstehen. Mithilfe der Sammlung umfassender Daten aus verschiedenen Quellen – darunter klinische Untersuchungen, bildgebende Verfahren und biologische Proben (z. B. Blut) – will PPMI Biomarker ermitteln, die bei der Frühdiagnose und der Verfolgung des Krankheitsverlaufs helfen können. Das Ziel dieses Projekts besteht darin, die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und Interventionen zu beschleunigen.

Der Schlüssel zum Erfolg von PPMI ist die Zusammenarbeit: Forscher auf der ganzen Welt bündeln ihr Fachwissen und ihre Ressourcen, um den umfangreichen Datensatz zu analysieren, der im Rahmen der Initiative entstanden ist. Die ersten Ergebnisse haben wertvolle Einblicke in die vielfältigen Symptome der Parkinson-Krankheit und in mögliche Faktoren, die das Fortschreiten der Krankheit beeinflussen, geliefert. Der Geist der Zusammenarbeit, der PPMI antreibt, beweist, dass gemeinsame Anstrengungen im Kampf gegen Parkinson viel bewirken können.